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FALL:

Standrohr löst sich

EREIGNIS

Während des Rückbaus einer Übung sollte ein Feuerwehrmann-Anwärter, der sich in der Truppmann II-Ausbildung befindet, das Standrohr abbauen. Hierbei vergaß er, den Unterflurhydranten zuvor per (vermutlich nicht voll aufgedrehten) Schieber zu schließen. Das Standrohr wurde beim Entfernen durch den Wasserdruck in die Luft geschleudert, der Kamerad fiel rücklings zu Boden, das Standrohr kam einige Meter entfernt auf. Zum Glück gab es keine Verletzten.

FACHKOMMENTAR

Bevor Anwärter mit feuerwehrtechnischem Gerät umgehen, müssen sie eine Einweisung im Umgang mit diesen Geräten erhalten. Dieser gefährliche Vorgehensweise hätte aber auch einem erfahrenen Feuerwehrmann unterlaufen können. Von daher empfiehlt es sich, immer einen B-Ausgang des Standrohrs ganz geringfügig zu öffnen damit etwas Wasser heraustropft. Vor dem Abbau eines Standrohres sollte es immer einmal geöffnet werden. Durch diese Vorgehensweise erfährt man, ob noch Wasser unter Druck ansteht. Wäre noch Restdruck im Leitungssystem könnte der durch diese Maßnahmen [nbsp]entweichen. Wäre der Schieber des Unterflurhydranten nicht geschlossen, so würde es sofort auffallen..Im Rahmen von Unterweisungen kann auf diese Thematik eingegangen werden und deutlich gemacht werden, dass z. B. bei einer sogenannten Trockenübung auch nicht der Unterflurhydrant geöffnet werden darf.

Darüber hinaus muss auch regelmäßig mit solch „banalen“ Gerätschaften geübt werden.

Dieses Fallbeispiel beruht auf anonymen Schilderungen. Hier gegebene Handlungsempfehlungen befreien nicht von der Pflicht zur Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften und des sicherheitstechnischen Regelwerks.

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