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FALL:

Lichtmaststativ fährt zu schnell ein

EREIGNIS

Bei der Vornahme einer Einsatzstellenbeleuchtung wurde ein Stativ inklusive Scheinwerferbrücke in Stellung gebracht. Während dem Ausfahren des Stativs verklemmte sich ein Auszugselement- dieses blieb zunächst unbemerkt. Im weiteren Verlauf löste sich dann das nicht korrekt gesicherte Element, rutschte nach unten und traf den Feuerwehrangehörigen am Kopf. Dieser trug zum Zeitpunkt des Ereignisses seinen Feuerwehrhelm und blieb beim Vorfall unverletzt.

FACHKOMMENTAR

Der Aufbau eines Statives sollte gemäß den Herstellervorgaben sowie dem Grundsatz der FwDV 3 grundsätzlich truppweise erfolgen. Das In-Stellung-Bringen sollte vorab in Ruhe geübt werden, um unter Einsatzbedingungen das richtige Vorgehen sicherstellen zu können. Hierbei ist nicht nur auf das korrekte Aufstellen, wie z. B. die Standsicherheit, zu achten, sondern auch auf die richtige Handhabung beim Führen und Sichern der auszufahrenden Teleskoprohre.

Die Teleskoprohre sollten stets mit fest umschlossener Hand nach oben geführt werden, bis die Klemmvorrichtung verschraubt und das Teleskoprohr somit fest fixiert ist. Gleiches gilt auch beim Herablassen des Teleskopstatives. Hierbei müssen zwingend Handschuhe und Helm getragen werden.

Bei der Neubeschaffung von Stativen können gasdruckgedämpfte Systeme in Betracht gezogen werden. Diese bieten den Vorteil, dass ein plötzliches Einfahren nur langsam erfolgt und dadurch Unfälle dieser Art minimiert werden können.

Dieses Fallbeispiel beruht auf anonymen Schilderungen. Hier gegebene Handlungsempfehlungen befreien nicht von der Pflicht zur Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften und des sicherheitstechnischen Regelwerks.

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