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Versetzen eines Flüssiggas-Tanks [12/2011]

Ereignis:

Mehrere Löschzüge werden für einen Bauernhofbrand alarmiert. Auf einer größeren Hofanlage mit zahlreichen Gebäuden steht ein Stallgebäude in Vollbrand. In unmittelbarer Nähe stehen weitere Stallgebäude mit Tieren und ein Wohnhaus. In einem Abstand von ca. 3 Metern vom brennenden Stallgebäude steht eine Flüssiggas-Anlage. Aus den angrenzenden Fenstern treten Flammen aus und aufgrund der steigenden Hitzebildung wird eine Explosion des Flüssiggas-Tanks befürchtet. Aufgrund der knappen Löschwasserversorgung scheint eine ausreichende Kühlung nicht sicher zu sein.

Flüssiggas-Tank

Unmittelbar bei Eintreffen an der Einsatzstelle zeigt sich, dass zufällig eine Person anwesend ist, die in der Lage ist, die Leitungen zum Flüssiggas-Tank zu schließen und abzuklemmen. Da gleichzeitig ein Bagger auf dem Hof steht, entschließen sich die Einsatzkräfte den gesamten Flüssiggas-Tank zu versetzen. Mit Hilfe des Baggers wird dieser in sichere Entfernung auf ein freies Feld verbracht.

Die große Gefahrensituation hat sich erst später herausgestellt, so dass es zunächst keine direkte Reaktion gab. Ca. zwei Stunden nach Einsatzbeginn ist ein angeforderter Mitarbeiter der Firma eingetroffen, die den Flüssiggas-Tank installiert hat. Der Mitarbeiter war sichtlich überrascht und klärte über die enorme Risikosituation auf, die den Einsatzkräften nicht bekannt war. Beim versetzen des Flüssiggas-Tanks mit dem Bagger sind die vorhandenen Ösen am Tank genutzt worden. An den Ösen ist eine Kette eingehängt und der gesamte Tank angehoben worden, nachdem die Bodenverankerung gelöst wurde.

Flüssiggas-Tank

Entgegen der Erwartung der Einsatzkräfte war nicht das abklemmen des Tanks die größte Risikosituation, sondern das Anhaben an den vorhanden Ösen des Flüssiggas-Tanks. Diese Ösen sind ausschließlich zum Auf- und Abbau des leeren Tanks gedacht. Wäre der Tank nicht zufällig fast leer gewesen, hätten aufgrund des Eigengewichts vom Flüssiggas die Ösen beim Anheben abreißen können. Die Folge wäre vermutlich eine gewaltige Explosion gewesen, von der viele umstehende Einsatzkräfte betroffen wären. Wenngleich der Beinahe-Unfall den Einsatzkräften erst im Nachhinein bewusst wurde, zeigt dieser sehr deutlich die unterschätzten und unbekannten Gefahren im Feuerwehreinsatz.

Fachkommentar:

Aus der beschriebenen Situation lassen sich mehrere Empfehlungen ableiten. Zunächst sollten bei einem explosionsgefährdeten Flüssiggas-Tank sämtliche Möglichkeiten und Risiken (z.B. möglich Kühlung, oder vollständige Evakuierung) berücksichtigt werden. Sollte die Entscheidung zu einer Umsetzung des gesamten Tanks führen sind folgende Maßnahmen zu beachten.

  1. sicheres verschließen der Ventile bzw. Leitungen muss sichergestellt sein, um ausströmendes Gas zu vermeiden
  2. sämtliche Bodenverankerungen des Tanks sind zu lösen um ein bersten zu vermeiden
  3. wenn noch Flüssigkeit im Tank enthalten ist, darf dieser keinesfalls an den vorhandenen Ösen angehoben werden! Hier sind entsprechende Schlupf-Gurte zu verwenden.
  4. nur unbedingt erforderliche Einsatzkräfte dürfen sich im Gefahrenbereich aufhalten. Als zusätzlicher Schutz im Hinblick auf die Explosionsgefahr sollten Hitzeschutzanzüge oder -Hauben getragen werden.

Die Hersteller und Installationsfirmen von  Flüssiggastankanlagen sollten direkt an den Ösen einen deutlichen Warnhinweis anbringen, oder diese mit einer Kappe „versiegeln“.

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© FUK-CIRS - http://www.fuk-cirs.de - Ein Projekt der Feuerwehr-Unfallkassen.
Dieses Fallbeispiel beruht auf anonymen Schilderungen. Hier gegebene Handlungsempfehlungen befreien nicht von der Pflicht zur Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften und des sicherheitstechnischen Regelwerks.